Bauchtanz - Orietnalische Tänzerin - Magdeburg
Bauchtanz - Orietnalische Tänzerin - Magdeburg

Der "Orientalische Tanz" bezieht sich auf eine Tanzform, die ihren Ursprung in Ägypten hat, und bezeichnet den dortigen Solotanz der Frauen. In Ägypten hatte der Tanz von jeher einen hohen Stellenwert bei allen festlichen Gelegenheiten. Fremde und Reisende waren seit Jahrhunderten von diesem Tanz fasziniert. Seit der Kolonisation Ägyptens und mit zunehmendem technischen Fortschritt und kulturellem Austausch verbreitete sich der Tanz auch im Ausland. Heute ist er in Europa, Australien, Skandinavien, Japan und den USA ebenso zu finden wie in Ägypten. Manche Vertreterinnen halten sich eng an die ägyptische Tradition, andere haben Einflüsse aus anderen Tanzstilen und Musikrichtungen mit verarbeitet. Die Bezeichnung „Bauchtanz“ stammt vermutlich aus der französischen Bezeichnung „Danse du ventre“ (Tanz des Bauches). Ebenso denkbar kann die Bezeichnung „Raqs Balady“, übersetzt „Balady Dance (Tanz der Leute = Einheimische in Ägypten)“, zu der englischen Bezeichnung „Bellydance“ (= Bauchtanz ) geführt haben.

 „Bauchtanz“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung vor allem für orientalischen Tanz. Der Begriff „Bauchtanz“ reduziert fälschlich die Vielfalt des orientalischen Tanzes und das Können der Tänzerinnen auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß. Ebenso wie bei allen Tänzen werden natürlich auch Arme, Beine, Hände, Füße, Schultern und der Kopf bewegt. Der Bauchtanz erfordert ein intensives Training in Tanztechnik, Rhythmik und Musikkunde.

Orientalischer Tanz
Bauchtanz

Arten und Formen des Orientalischen Tanzes

Der Säbeltanz

Der Säbeltanz ist ein orientalischer Tanz, der auch fälschlicherweise Schwerttanz genannt wird. Die Herkunft des Säbeltanzes, wie er heute im orientalischen Tanz gezeigt wird, ist ein Fantasietanz. Alle Musikarten sind im Fantasietanz möglich, daher auch im Säbeltanz. Von reinen Instrumentalstücken über klassische Musik, Filmmusik bis zu moderner Musik mit Synthesizer oder Folkloremusik ist alles erlaubt. Das Kostüm sowie der Schmuck sind frei wählbar und richten sich nach keinen direkten historischen Vorlagen oder Quellen. Meist wird mit einem Oberteil (z. T. mit Jacke) und einer Pluderhose getanzt. Oft wird der Säbeltanz auch in folkloristischen Kostümen gezeigt oder in einem dem klassischen Bauchtanzkostüm sehr ähnlichen Kostüm oder auch Kleid.


Der Schleiertanz

Die hier aufgeführten Schleiertänze sind reine Fantasietänze ohne realen historischen Hintergrund. Die Schleier als Tanzaccessoires wurden von westlichen Tänzerinnen in den orientalischen Tanz eingebracht und werden nach jahrzehntelanger Verwendung mittlerweile als "traditionelles" Accessoire angesehen. Zu einer Kunstform wurde der Schleiertanz vor allem durch westliche, vor allem amerikanische Orientalische Tänzerinnen gemacht. Anders als im Mittleren Osten wird hier der Schleier nicht nur als kleiner Teil eines Tanzes, sondern manchmal als Hauptattraktion präsentiert, mit verschiedenen Drehungen und Schwüngen. Eine weitere westliche Spezialität ist der Tanz mit zwei halbrunden Schleiern (Doppelschleier), für schöne visuelle Effekte vor allem mit vielen Drehungen, auch mit mehr als zwei Frauen, sprich in Gruppentänzen oder Duetten, findet der Schleier oder Doppelschleier Anwendung.


Der pharaonische Tanz

Der sogenannte Pharaonische Tanz ist ein Fantasietanz. Die pharaonischen Tänze werden meist nach den dargestellten ägyptischen Herrschern (Tanz der Kleopatra) oder Göttern (Tanz der Hathor) betitelt. Der pharaonische Fantasietanz hat keine direkten historischen Quellen. Vorbild für die pharaonischen Tänze und Kostüme sind die ägyptischen Wandmalereien aus Gräbern in Ägypten. Viele Tänzerinnen beziehen sich auf bekannte Pharaonen wie Echnaton, Nofretete, Kleopatra VII., Hatschepsut oder ägyptischen Göttinnen wie Isis, Hathor, Maat oder Neith.

Die zum Tanz gespielte Musik ist frei wählbar nach dem Ausdruck des Tanzes und ist meist getragen, dramatisch und langsam. Die Bewegungen und Choreografien der Tänzerinnen sind angelehnt an die Körperhaltung und Gestik der auf den Grabmalereien des pharaonischen Ägypten dargestellten Personen. Typisch ägyptische Kostüme und Schmuck, ebenso die Krone der Pharaonen, und der Halsschmuck (ägyptischer Halskragen) finden hier Verwendung. Die Symbole der ägyptischen Herrscher, sowie die Symbole der ägyptischen Götter (z. B. das Anch-Zeichen), werden als Accessoires im Tanz benutzt. Bei Darstellungen (Tänzen) der Göttin Isis ist der überweite goldene und plissierte Schleier (oft mit Stöcken als Verlängerung), oder Flügelschleier auffallend. Der Flügelschleier soll die Flügel der Göttin darstellen.


Das Trommelsolo

Das Trommelsolo ist der Höhepunkt jeder Orientalischen Tanzdarbietung. Hier zeigen die Tänzerinnen mit Körperbeherrschung und Isolationskunst spektakuläre Akzente.

Moderne orientalische Popmusik setzt der Fantasie keine Grenzen.

Es können praktisch alle Tanzstile zu temperamentvollen und fantasievollen Darbietungen gemischt werden. Wobei aber die Bewegungen des klassisch orientalischen Tanzes dominierend eingebaut werden.



Der Klassisch-Orientalische Tanz

Der Klassisch-Orientalische Tanz wird in der arabischen Welt „Raqs Sharqi“ genannt (wörtlich übersetzt: "Tanz des Ostens") und stammt aus Ägypten.

Das typische Bauchtanzkostüm  für den klassischen Raks Sharqi ist ein klassischer Zweiteiler oder ein Kleid.

Die Tänzerin trägt einen bestickten BH, einen Gürtel und dazu einen Rock. Für das Entreé wird ein Schleier benutzt, der nach einer kurzen Weile auf der Bühne abgelegt wird.
Im Libanon trägt die Tänzerin, im Gegensatz zu Ägypten, hohe Schuhe zum Tanz.

Der Raqs Sharqi wurde früher an den adligen Höfen und in den reichen Häusern Ägyptens gepflegt.

Vor allem in Ägypten sind Frauen über 40 sehr populäre Bauchtänzerinnen.



Der Bollywoodtanz

Bollywoodtanz ist kein einheitlicher Tanzstil, sondern eine Vermischung  verschiedener Tanzrichtungen. Hip Hop, Video-Clip-Dancing und Discotanz nehmen einen immer höheren Stellenwert ein.

Die verschiedenen Tanzstile:

  • ·     Liebeslied (weniger Tanz, mehr Anschmachten)
  • ·     Mujrah (Tanz der Kurtisanen – älterer Stil)
  • ·     Hochzeitslied (Schönheit und Schmuck der Braut werden beschrieben)
  • ·     Disco-Nummer (energiegeladene Tänze nach westlicher Diskomusik)
  • ·     Zigeunertanz (ausgelassene, etwas anzügliche Tänze)
  • ·     Folkloristische Tänze (wie Fischertanz, Erntetanz usw.)



Der Flamenco

Flamenco (spanisch arabisch) ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Er gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück.

Bei orientalischen Tänzen ist beim Flamenco jeder Teil des Körpers involviert: Oberkörper, Arme, Hände, Finger, ja selbst die Blickrichtung ist wichtig. Vor allem die langsamen Passagen verlangen von einem Tänzer/einer Tänzerin sehr viel Ausdrucksstärke, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Traditionell tragen die Tänzer und Tänzerinnen Schuhe mit nägelbeschlagenen Absätzen aus Holz, die dazu dienen den Rhythmus zu schlagen, wovon man beim Bauchtanz meist absieht.





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